Geschichte

Westlich von Oberwesel auf dem Bergrücken zwischen Engehöllerbach und Niederbach gelegen, ist Damscheid vermutlich in der karolingischen Rodungsperiode entstanden. Hierauf deutet auch die Verehrung der fränkischen Hl. Aldegundis hin. Allerdings läßt sich vermuten, daß hier schon früher Menschen siedelten, denn um die Jahrhundertwende wurden Grundmauern römischer Gebäude und Reste einer Wasserleitung freigelegt.

Damscheid wird 1257 erstmals urkundlich erwähnt. Zwischen 1150 und 1200 erhielt der Ort wahrscheinlich seine erste Kirche. 1392 wird eine Altarpfründe gestiftet. Der Ort gehörte bis 1783 zum Kollegiatstift St. Martin Oberwesel, vorübergehend auch zur Pfarrkirche St.Stephan Niederburg und wurde meist von einem Kaplan betreut. Um 1785 erlangt Damscheid nach langwierigen Bestrebungen den Status einer selbständigen Pfarrei.

1477 wird in Urkunden eine Wiese bei St.Aldegund genannt (Aldegundiskirche im Oberweseler Stadtwald). Der Markt findet erstmals in der Oberweseler Ratsordnung von 1767 Erwähnung. 1802 wurde die Kapelle niedergelegt. Ein Förderkreis um den Polizeipräsident Malmen errichtete 1975 eine neue, kleine Kapelle. Seither wird alljährlich im Zusammenhang mit dem Aldegundismarkt auf dem alten Marktplatz inmitten des Waldes zur Erinnerung an die Wallfahrtsstätte ein Gottesdienst gefeiert.

Im 30-jährigen Krieg brandschatzten zunächst spanische, danach schwedische Soldaten den Ort. Dabei wurde die Kirche fast völlig zerstört. Aber schon 1682 ist die Kirche wieder aufgebaut. Mehr als 100 Jahre nach Ende des 30-jährigen Krieges hatte sich der Ort noch nicht von den Folgen der Zerstörung erholt. 1759 hatte Damscheid nur 30 Feuerstellen und etwa 200 Einwohner. 1789 war die Einwohnerzahl wieder auf 290 angestiegen. Im Laufe des 19. Jahrhunderts ist eine Steigerung auf knapp 500 Personen zu verzeichnen. Diese Zahl bleibt bis 1990 etwa konstant, um dann auf derzeit 620 zu steigen.


 
 
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