Brauchtum

Die gastfreundlichen Bewohner Niederburgs sind nicht wegen des Fremdenverkehrs, sondern aus lieb gewordenem Traditionsdenken bemüht, die alten Bräuche nicht untergehen zu lassen. Da Niederburg ein vorwiegend katholisches Dorf ist, gebührt der Fronleichnamsprozession mit seinen wunderbar gestalteten Blumenteppichen durch den ganzen Ort und den schönen Altären eine besondere Stellung. Kerzen-, Salz- und Kräuterweihen werden gepflegt. Jedes Jahr findet eine Schiffswallfahrt nach Bornhofen statt, die sich die Gemeinde vor vielen Jahrhunderten einst durch ein Gelübde auferlegte.

Viele pilgern auch zum etwas abseits des Dorfes gelegenen Heiligenhäuschen, einem soliden kleinen Bruchsteinbau mit einer schönen Pieta. Es wurde 1882 von einer Niederburger Familie in Erfüllung eines Gelübdes erbaut. Wenn immer man dort eintritt, findet man brennende Kerzen. Bei den Renovierungsarbeiten 1970 fand man zwischen Gewölbe und Dachhaut die Statue einer alten, aus Lindenholz geschnitzten Schmerzensmutter, die wahrscheinlich einst im inzwischen verschwundenen Bildstock am Rowenak stand. Experten datieren die Barockpieta auf das Jahr 1720.


 
 
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