Teil IV: Der 2. Weltkrieg
Der 2.Weltkrieg hinterließ auch in Oberwesel seine Spuren. In der Nacht vom 18./19.Juni 1940 wurden vor Oberwesel durch Treibminen, die ein Flieger, der nachts durch das Tal flog, abgeworfen hatte, der Schleppdampfer „Raab Karcher I" und ein weiterer Lastkahn versenkt, sowie drei weitere Schiffe schwer beschädigt. Am 19. September 1944 entstand durch Brandbomben in der Steingasse ein Großfeuer, dem vier Häuser hier und vier Häuser in der Niederbachstrasse zum Opfer fielen. Kleinere Brände in anderen Häusern in der unteren Stadthälfte durch Brandbomben konnten schnell gelöscht werden. In den Jahren 1943-45 wurden zahlreiche Stollen in die Berghänge getrieben zum Schutz bei Luftangriffen und -wie es hieß- auch beim „Vorrücken feindlicher Erdtruppen durch Artilleriebeschuß". Auch in Oberwesel wurde ein sogenannter „Volkssturm" aufgestellt, dem alle männlichen Personen vom 16. bis 60. Lebensjahr angehören mußten. Am 3. März 1945 fielen abermals Bomben. In der Kirchhausener Straße wurden drei Häuser völlig zerstört, wobei fünf Tote zu beklagen waren. Die Schulchronik verzeichnet dann unter dem 17. März 1945, daß Bürgermeister Schmidt, der damalige Oberweseler Bürgermeister, die Stadt den amerikanischen Soldaten übergab.




