Geschichte
Perscheid, auf der Rheinhöhe über Oberwesel und Bacharach gelegen, 440 bis 460 m über NN, findet urkundlich erstmals im Jahre 1248 als „Dorfschaft Perrischeit" Erwähnung. Grabstättenfunde aus der Zeit 1500 bis 1200 v. Chr. und freigelegte Fundamente aus der Römerzeit lassen darauf schließen, daß der Ort und seine Gemarkung damals eine gewisse Bedeutung hatten, denn der Straßenvicus beim „Hellenpütz" lag an der alten Römerstraße Bingen-Koblenz. Bekannt geworden ist der vicus im 17. Jahrhundert durch die Aufdeckung eines Schatzfundes von 588 römischen Goldmünzen aus der Mitte des 1. bis zum Ende des 2. Jahrhunderts n. Chr. Im Jahre 1563 hatte Perscheid 31 Feuerstellen, im Jahr 1763 wurden 70 Einwohner gezählt. Im 18. Jahrhundert brannte der Ort mit seinen Strohdächern bis auf drei Häuser nieder. 1859 brach im Unterdorf der Typhus aus. 8 % der Einwohner starben an dieser Seuche. Um 1900 hatte Perscheid mit rund 400 Seelen wohl seine bisher größte Einwohnerzahl. Heute zählt der Ort 350 Bürger. Mit regelmäßigem Schulunterricht wurde um 1700 begonnen. Seit 1971 besuchen die schulpflichtigen Kinder von Perscheid die Grund- und Hauptschule in Oberwesel.




