Brauchtum
Von der Hauswand der ehemaligen Schule - die Kinder besuchen seit 1971 das Schulzentrum in Oberwesel - begrüßt uns der Schutzpatron des Dorfes, der Hl. Antonius, zu dessen Ehren im Januar die Urbarer Kirmes veranstaltet wird. An diesem Wochenende gibt es dann auch den schmackhaften „Nägelches-Schinken", einen mit Nelken gespickten in Wein gekochten Schinken, für dessen Zubereitung jede Hausfrau ein wohlgehütetes Rezept besitzt. Heute beherbergt die ehemalige Schule u.a. den Kindergarten, der auch von den Kindern aus der Nachbargemeinde Niederburg besucht wird. Ein Kinderspielplatz und ein Bolzplatz schließen sich hinter dem Schulhof an.
Wie sehr die Urbarer ihr Heimatdorf lieben, mögen die folgenden Zeilen aus der Feder von Lehrerin Brühl und Willy Müller veranschaulichen:
Sei gegrüßet voll Entzücken, paradiesesgleicher Fleck,
von des Spitzen Steines Rücken bis hinab zum
Lor´leyeck.
Zauberbild auf Rheineshöhe, nimmer schaun wir uns dran satt
und wir tauschen nie uns nimmer Urbar mit der schönsten Stadt.
In deinen rebumkränzten Bergen reift ein edler Feuerwein,
der uns immer wieder schenket wahren Lebenssonenschein.
Gute Laune, echten Frohsinn spendet er uns für und für,
bis wir einstmals klopfen selig an des Petrus´ Himmelstür.
Deine Frauen, deine Männer, deine Jugend immerfort
werden allzeit Treue halten, dir, dem schönen Heimatort.
Werden immer hoch dich schätzen, trautes Kleinod, Urbar, Du,
werden rühmend dich nur nennen, Urbar mit Maria-Ruh.
Sollten wir woanders leben, von dir Heimaterde fern,
würden wir auch dort geloben: Ach, wie haben wir dich gern!
Würden alles für Dich geben, alles Gut und alles Geld,
wenn der Herrgott uns verspräche, daß er Urbar uns erhält.




