Geschichte
Die Entstehung des auf der Rheinhöhe gelegenen Ortes Urbar muß sich im Zeitraum vor 1246 vollzogen haben, denn eine erste schriftliche Erwähnung findet sich für dieses Jahr. Urkundlich gesichert ist als erste Benennung 1274 eine Siedlung unter dem Namen „Urbach" nachzuweisen (1406 Urbar und 1689 Urbair). Der Name Urbar kann im Zusammenhang mit dem auf der rechten Rheinseite gegenüber Urbar in den Rhein mündenden Urbach stehen.
Ab 1309 ist Urbar ein Ort im kurtrierischen Amt Oberwesel. 1336 ist eine Kapelle als Filiale von St. Martin nachgewiesen. 1563 hat Urbar 19 Feuerstellen, im Jahre 1684 nur 7, wahrscheinlich eine Folge des 30-jährigen Krieges. Einkunftsrechte in Urbar besaßen die Stifte St. Martin und Liebfrauen in Oberwesel, die Herren von Schönburg, die Herren von der Leyen, die Fürst-Abtei Prüm, der Kurfürst von Trier, die Grafen von Katzenelnbogen, die Fryen von Pfaffenau und die Herren von Mil(t)wald. Im Gefolge der Französischen Revolution wird Urbar 1798 dem Kanton St.Goar zugeteilt und später auch kurze Zeit Teil des Kaiserreichs Frankreich. Mit dem Ende der napoleonischen Herrschaft beginnt für Urbar die Epoche der Zugehörigkeit zu Preußen. In der Folgezeit gehört es zum Amt St.Goar und wird 1968 in die Verbandsgemeinde St.Goar und 1970 in die Verbandsgemeinde Oberwesel eingegliedert. Seit dem 22.04.1972 gehört Urbar zur Verbandsgemeinde St.Goar-Oberwesel. 1974 erfolgt die freiwillige Eingemeindung in die Stadt Oberwesel.




